Freitag, 13.03.15 - Willkommen bei Wilderness Campervans
Ich habe die womo-vermietung vor über einem jahr per internet-recherche herausgepickt und ziemlich schnell für gut befunden, nach meinem empfinden ist das preis-service-leistungsverhältnis auf sehr hohem niveau. Ach, was red' ich so geschwollen... das ist ein haufen superfreundlicher leute, denen ihr job ganz offensichtlich viel spass macht und die wissen, wovon sie reden.
Der nächste morgen zeigt sich immer noch grau, aber trocken. Wir frühstücken im camper [mit toast! danke Ingo&Constanze für den tip mit dem gascampingtoaster!] und müssen dann einfach noch gefühlte 100 wellenfotos machen. Irgendwann brechen wir dann aber doch auf, grobe richtung: "süden". Wir haben nichts geplant und gucken mal, wie weit wir kommen.
Am morgen gibt es sonne satt, es wird schnell warm - das erinnert tatsächlich an einen sommertag bei uns zuhause. Wir hüpfen noch schnell unter die duschen [wow, haben die schöne sanitärräume hier!] und düsen wieder los. Eigentlich wären wir gern noch geblieben, aber es gibt ja noch so viel zu entdecken - dieses gefühl wird uns die nächsten wochen nicht verlassen ;)))
Montag morgen, das wetter ist bedeckt, der berg von gestern überhaupt nicht mehr zu sehen, aber es ist trocken und relativ warm. Der erste weg führt uns zu Novusglass, der neuseeländischen variante von carglass - alles gut, der steinschlag ist schon vor einigen wochen repariert worden. Der nächste weg führt in die camperwerkstatt, da ist es gerade ziemlich voll, vor der mittagspause wird das nichts.
Wer nach Neuseeland reist, will wahrscheinlich auch wasserfälle sehen. Hier und heute ist unser tag für wasserfälle!
Letztendlich sind es nur zwei von -zigtausend [wir können ja nicht überall hin, leider], aber diese beiden liegen rein zufällig auf unserem weg, also stellen wir Jed auf den parkplätzen ab [da kann er sich dann mit den anderen wohnmobilen über die unterschiedlichen touristen und ihre fahrweise auslassen ;) ] und laufen ein, zwei kilometer zu den wasserfällen.
Oder: Was haben eine Paua und nasse hosen miteinander zu tun?
Paua: Maoriname für seeohren/abalone/meerohren oder auch haliotis iris, eine schneckenart [auch, wenn sie wie muscheln aussehen und manchmal auch so genannt werden].
Die Paua ist in NZ geschützt, pauafischer dürfen nur unter auflagen bestimmte mengen fischen;
man findet an bestimmten stränden die leeren gehäuse, die ebenfalls begehrt sind, gesammelt und zu schmuck gemacht werden. Wenn ich es richtig verstanden habe, darf man als tourist nur eine
unbehandelte pauahälfte aus Neuseeland ausführen.
So schön es auf diesem freien campingplatz auch ist - wir fahren weiter entlang der
Southern Scenic Route, erst einmal nach Riverton, dort soll es einen tollen spazierweg geben,
nicht so lang [hahaaaaaa!] und mit einem super ausblick.
Mores Lookout Track - from bush to beach - das klingt doch gut!
Am morgen herrscht strahlender sonnenschein, wir machen uns auf den weg. Am abend vorher haben wir beschlossen, doch noch richtung Milford Sound zu fahren, um wenigstens ein bisschen Fjordland zu sehen. Das "problem" ist, dass dieser fjord ca. 120 km strassenkilometer entfernt ist, das sind bei den strassen und den vielen touristen hier umgerechnet mindestens zwei stunden fahrt. Also vier stunden hin und zurück. Denn es gibt nur diese eine strasse. Zum fjord und zurück. Keine abzweiger, keine rundkurse, nichts.
Weil wir gestern nicht zum motorradfahren gekommen sind, das wetter hier so toll ist und der campingplatz fahrräder verleiht, haben wir uns gestern noch entschlossen, einen tag länger in Wanaka zu bleiben. Mal einen tag lang nicht autofahren ist ja auch ganz erholsam. Also mieten wir zwei mountainbikes plus helme [in Neuseeland ist helmpflicht], lassen uns von Tracy eine karte und tips zum essengehen geben und fahren 'früh' am morgen in den ort.
Morgens fahren wir ins knapp 10 km entfernte Kaikoura. Wir wollen zwar nicht mit delphinen oder walen schwimmen oder sonst boot fahren, dafür hätten wir wahrscheinlich auch schon tage vorher eine tour buchen müssen, aber gucken wollen wir auf jeden fall mal, wie es hier so aussieht. Bis wir den weg zum aussichtspunkt gefunden haben, fahren wir zweimal durch den ort, dann finden wir die wegweiser zur Kaikoura Peninsula.
Nach dieser etwas lauteren nacht stehen wir zeitig auf, heute haben wir einen längeren fussmarsch vor uns. Es gibt so viele dinge, die ich eigentlich in Wellington machen will: CableCar, TePapa Museum, die parfümerie an der endstation des CableCars, Botanischer Garten, und und und.
Shopping!
Am vormittag spazieren wir durch den Harcourt Park und bestaunen bäume, fluss und regenbogen. Hier haben sie also teile des films gedreht? Hm. Es ist nichts zu erkennen, ist ja aber ausch schon über 15 jahre her [achduliebezeit...]. Nach dem spaziergang und bei beginn eines leichten nieselregens machen wir uns wieder auf den weg richtung nordwest mit einem schlenker über Carterton.
Am morgen können wir sehen, wie die einheimischen kajakfahrer mit den sandfliegen umgehen: Spray. Von oben bis unten werden alle freien hautstellen besprüht. Der rest ist unter neopren verborgen. Ich bin nicht sicher, ob die beiden den neoprenanzug wegen der kälte anhaben oder doch eher gegen die sandfliegen.
Wie auch immer, wir fahren weiter durch vulkangebiet richtung osten.
Wir fahren weiter nach norden, Coromandel ist das ziel, da soll es SO schön sein.
Ab Tauranga wird aus dem bedeckten himmel ein 'heavy rain', es schüttet wieder wie aus eimern. Was wir zwischen den regentropfen jedoch erkennen können, sind jede menge oldtimer, hot rods etc., sogar einige offene cabrios, herrje...